Unser Hamster Buffy
Unser Hamster Buffy



Unser Hamster Buffy



  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


Webnews



http://myblog.de/hamster-buffy

Gratis bloggen bei
myblog.de





Buffy ist gegangen.

Unser lieber Hamster Buffy ist gestern von uns gegangen.

Ich bin so wahnsinnig traurig, dass ich nicht einschlafen kann, deshalb habe ich mich jetzt hier hin gesetzt und mache diesen Eintrag.

Seit Michis Abreise nach Finnland war Buffy ernsthaft krank. Zuerst hatte sie Durchfall; dann ist auch noch eine Gebärmutterentzündung dazugekommen. Die Tierärztin hat 2 verschiedene Antibiotika ausprobiert. Zwischendurch dachte ich immer wieder, dass sie sich noch einmal fängt, aber leider ging es immer weiter bergab mit ihr.

Sie hat sich extrem zusammengekrümmt und ist in dieser Position nur noch in ihrem Nest gelegen und hat sich nicht mehr bewegt. Nur wenn man sie angestubst hat. Sie konnte kaum noch laufen und hat dabei immer extrem gezittert. Oft fiel sie hin und konnte sich nur mit Mühe aufrappeln. Wasser aus der Trinkflasche zu trinken war zu anstrengend für sie. Am Schluss hat sie dann auch die Äuglein nicht mehr aufgemacht. Sie hat es nicht mehr geschafft, die Kugel mit der Zunge hochzuschieben, zT auch deshalb, weil ihre Zähnchen schon so lang waren, weil sie sie nicht mehr abgenutzt hat. Das Futter im Käfig hat Buffy auch nicht mehr aufgesammelt. Erdnüsse wollte oder konnte sie nicht mehr knacken. Selbst ein Joghurtdrops hat sie nicht gefressen sondern in die "Lager"-Kammer getan. Ich hab ihr dann das Futter immer direkt zum Nest gelegt, aber ich weiß nicht, wieviel sie wirklich gefressen hat.

Am letzten Abend habe ich gehört, wie Buffy versucht hat, aus der Flasche zu trinken. Durst hatte sie also noch. Kaum war ich beim Käfig, sah ich auch schon, wie Buffy nach hinten umkippte und von der Rampe fiel, die ich für sie gebaut hatte. Ein wahnsinnig deprimierender Anblick. Jeden Morgen als ich aufwachte, oder wenn ich von der Arbeit nach Hause kam, war Buffy mein erster Gedanke. Und insgeheim habe ich gehofft, dass sie von selbst von ihrem Leiden erlöst wird. Dann hätte ich nämlich nicht diese Entscheidung treffen müssen. Aber das kleine Tierchen war immer noch tapfer am Leben, als ich den Deckel vom Haus vorsichtig hochgehoben habe.

Am letzen Tag habe ich ihr noch einen Päppel-Brei gemacht, aus Trockenfutter, getrockneten Äpfeln, Spitzwegerich, Vitamintropfen, Kamillentee und etwas Joghurt. Diesen Brei hat sie dann auch gefressen, als ich ihn ihr auf einem Löffelchen hingehalten habe. Über Nacht und während ich an der Arbeit war, habe ich ihr ebenfalls ein Löffelchen voll reingelegt. Die Löffel waren beide Male leergefressen, einmal hatte Buffy ihn sogar ins Haus zum Nest gezogen, damit sie leichter drankam.

Das machte es aber für mich nur noch schwerer. Wenn sie doch noch frisst und Appetit hat, soll es dann wirklich schon das Ende sein? Oder hat sie vielleicht Schmerzen und es wäre besser, sie zu erlösen?

Ich habe die Tierärztin angerufen. Sie meinte, wenn das Antibiotika nicht angeschlagen hätte, könne sie nichts mehr für das Tier tun. Außer vielleicht noch ein Mittel, das nicht zugelassen ist, von dem Buffy aber noch mehr Durchfall bekommen hätte, was sie dann noch weiter geschwächt hätte. Die Tierärztin sagte mir ehrlich, dass sie Buffy einschläfern lassen würde.

Ich habe dann Buffy ganz vorsichtig samt ihrem Nest in die Transportbox gefahren und bin zur Tierärztin gefahren. Diese hat sich Buffy angesehen und festgestellt, dass Buffy zudem ziemlich kalt war, von der Körpertemperatur her. Ich habe ihr erzählt, dass ich das eigentlich nicht mehr länger mit ansehen möchte und dass ich mir insgeheim schon gewünscht hätte, Buffy würde von selber erlöst werden. Daraufhin hat sie dann die Spritze vorbereitet. Ich habe Buffy noch ganz lieb gestreichelt, um mich zu verabschieden. Die Tierärztin (die übrigens sehr einfühlsam war) fragte mich, ob ich zusehen wolle. Ich habe ja gesagt. Im Nachhinein denke ich, dass es vielleicht besser gewesen wäre, wenn ich weggeschaut hätte. Buffy hat die Narkosespritze in ihren kleinen, abgemagerten Körper bekommen und wurde dann in das Petshuttle gehoben. Innerhalb von wenigen Sekunden wurde sie immer langsamer, bevor sie dann ganz erstarrte. Während dieser Sekunden konnte sie noch hören und fühlen, weshalb ich sie nocheinmal lieb streichelte. Die Sekunden vergingen und ich konnte fast schon zusehen, wie Buffy ihr Leben ausgehaucht hat. Diese Bilder haben sich im mein Hirn eingebrannt und jedes Mal wenn ich daran denke, breche ich in Tränen aus. Vor allem, weil ich entschieden habe, dem Leben von Buffy ein Ende zu setzen. Ob sie es auch gewollt hätte? Ich werde diese Bilder nie mehr vergessen. Am liebsten würde ich sie auslöschen.

Die Tierärztin hat dann im Abstand von mehreren Minuten die Herztöne abgehört und hat dann schlussendlich gesagt, dass Buffy nun gegangen wäre.

Ich hab sie mitgenommen und seit gestern Abend liegt sie nun in ihrem Käfig. Es ist schön, ihr flauschiges Fell zu streicheln, was sie zu ihren Lebzeiten leider nicht so gern mochte. Morgen werde ich sie dann beerdigen.

So viele Sachen erinnern mich nun an sie und die Trauer ist momentan so groß, dass ich sie kaum aushalten kann. Ich hoffe wirklich, dass ich bald darüber hinweg komme (ganz wahrscheinlich nie...) und vor allem, dass Buffy jetzt im Hamsterhimmel ist und dass sie mir dankbar ist, dass sie jetzt keine Schmerzen mehr hat.

10.9.09 00:48
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung